NATUR & UMWELT

Birnbaum- und Wacholderstrauch-Besitzer aufgepasst:
Erreger des Birnengitterrosts lässt sich jetzt erkennen!

Der Birnengitterrost bedroht in immer stärkerem Maße alte Birnbäume. Wir berichteten hierüber in der Ausgabe 1/2003 der BUNDNESSEL.

Der Pilz, der für die Krankheit verantwortlich ist (Gymnosporangium sabinae), wird in diesen Tagen sichtbar: Nach dem Winter und der langen Trockenzeit quellen nun bei Niederschlägen die Sporenlager an den befallenen Wacholdersträuchern. Aus diesen rötlichen, etwa 1 bis 2 cm langen Zäpfchen entweichen die Sporen, die durch Wind oder Insekten auf die Birnblätter gelangen und hier den Kreislauf von Neuem in Gang setzen.

Die auffälligen Sporenlager lassen sich nur während einer kurzen Zeit und bei Regenwetter feststellen. Am 26. April ließ sich so auf dem Hildener Südfriedhof ein massenhafter Befall bestimmter Wacholdersträucher feststellen. Andere Juniperus-Sorten dagegen waren völlig gesund.

Verantwortungsbewusste Gartenbesitzer sollten in diesen Tagen bei Regenwetter ihre Wacholdersträucher auf einen möglichen Befall untersuchen. Eine Heilung erkrankter Sträucher ist nicht möglich - auf Dauer hilft leider nur das Entfernen. Scheidet dies aber derzeit aufgrund der Größe des Gewächses aus (seit dem 01.03. ist das Roden von Hecken und Gebüschen zum Schutz brütender Vögel untersagt) sollte man sich die Rodung für den nächsten Winter vormerken. Dann kann auch gleich ein unempfindlicher Ersatz oder - viel besser - ein einheimischer Wildstrauch neu gepflanzt werden.